Wer zu wissen glaubt, was man wissen sollte, weiß nicht, was er wissen müsste. - Andreas Tenzer

Reputation

Ruf bzw. die Anerkennung einer Person oder eines Unternehmens durch außen stehende Dritte. Reputation ist ein erwerbbares Gut, das allen Gesellschaftsmitgliedern offen steht, aber auch gepflegt und vor Verlust abgesichert werden muss. Reputation festigt bestehende und und verschafft neue Loaylitäten bei Stakeholdern wie Kunden, Mitarbeitern, Investoren und der Öffentlichkeit. Reputation ist eine Schlüsselvariable unternehmerischen Handelns. Reputation ist auch ein strategischer Vermögenswert, in den bewusst investiert wird. Er kann gegen Vertrauen, Macht, Einfluss oder ökonomischen Erfolg eingetauscht werden.


Materielle Werte

Anlagenvermögen, Umlaufvermögen, Kassenhaltung


Immaterielle Werte

geistiges Eigentum, Lizenzen, Patente, Urheberrechte, Markenwert


Issues Management

dient dem Ziel, Unternehmen vor Reputationsverlust zu bewahren


PR

Ist NICHT NUR Pressearbeit, PR oder Public Relations sind das Management von Beziehungen zwischen Organisationen und ihren relevanten Teilöffentlichkeiten. (Besson 2004)


Kommunikationsmanagement

ist der Prozess der Planung, Organisation und der Kontrolle von Kommunikationsaktivitäten (Besson 2004)


Controlling

ist als Prozesssteuerungsfunktion zu verstehen, d.h. als Steruerungsaufgabe, bei der es um die Steuerung eines Managementprozesses geht. Dazu zählen: Planung, Organisation, Personaleinsatz, Mitarbeiterführung und Kontrolle (Zerfass 2004)


PR-Controlling

bezeichnet die betriebswirtschaftliche Funktion und Konzeption einer ganzheitlichen Planung, Steuerung und Kontrolle des PR-Prozesses in speziell entwickelten operativen und strategischen Systemen (Institut für Controlling/Kommunikationsfachverband 1994)


Erfolgskontrolle

ist die systematische Überprüfung der durch den Einsatz kommunikativer Aktivitäten bewirkten Veränderungen von Kommunikationsinhalten mit dem Ziel, auf rekursivem Wege Entscheidungshilfen zur Planung, Organisation und Durchführung von Kommunikationsmaßnahmen herzustellen (Bruhn 2003)


Reputationsmanagement

umfasst strategische und operative Maßnahmen, um einen guten Ruf aufzubauen, zu verbessern und zu sichern.


Digitale Reputation

Die Summe der aus digitalen Quellen zusammengetragenen Einzelerwartungen und -erfahrungen bezüglich der Vertrauenswürdigkeit und der Kompetenz eines Unternehmens oder einer Person. Sie ist ähnlich definiert, aber um einiges brisanter einzuschätzen als die allgemeine Reputation, da die im Internet gesammelten Äußerungen, Meinungen, Erfahrungsberichte etc., die eine Reputation ausmachen, von einem Unternehmen selbst, sowie von allen Stakeholdern für jeden Interessenten verfügbar sind.


Corporate Affairs

Planung, Steuerung und Kontrolle der Kommunikation aller Angelegenheiten des Unternehmens, die sich mit dem Image befassen. Dabei wird das gesamte Instrumentarium der externen und internen Kommunikation genutzt.


Corporate Behaviour

einheitliches Verhalten eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter nach innen und nach außen z.B. gegenüber Kollegen, Kunden, Geschäftspartnern, Dienstleistern, Banken oder Medien; Teilbereich der Corporate Identity


Corporate Communications

(engl.) Unternehmenskommunikation; Bezeichnung für die gesamte interne und externe Kommunikation eines Unternehmens, die eine einheitliche Vermittlung der eigenen Aktivitäten und Interessen an die unterschiedlichen Zielgruppen und Teilöffentlichkeiten erzielt. Dabei werden sämtliche Kommunikationsinstrumente eingesetzt. Teilbereich der Corporate Identity.


Corporate Cultural Responsibility CCR

umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Es steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln und Engagement im Bereich Kultur.


Corporate Culture

(engl.) Unternehmenskultur; Bezeichnung für das gesamte „Wesen“ eines Unternehmens; umschließt Tradition, Geschichte und Unternehmenswerte; Teilbereich der Corporate Identity.


Corporate Design (CD)

(engl.) Unternehmenserscheinung; einheitliches äußeres Erscheinungsbild eines Unternehmens; umschließt alle optischen und visuellen Signale eines Unternehmens z. B. kontinuierliche Verwendung eines Logos, bestimmter Farben, eines Schriftzuges. Teilbereich der Corporate Identity.


Corporate Identity (CI)

(engl.) Unternehmensidentität; setzt sich zusammen aus dem Verhalten (Corporate Behaviour), der Kommunikation (Corporate Communications), der Unternehmenskultur (Corporate Culture) und dem Erscheinungsbild (Corporate Design) eines Unternehmens und seiner am Markt angebotenen Leistungen und Produkte; Corporate Identity als Aufgabe, ist die strategisch geplante und operativ umgesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen.


Corporate Image

(engl. Unternehmensimage) Fremdbild eines Unternehmens; Einstellungen und Meinungen anderer zu einem Unternehmen (Image)


Corporate Social Responsibility (CSR)

umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinaus geht. Es steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln.


Customer Relationship Management (CRM)

Führungskonzept, mit dem ein Unternehmen den Aufbau einer langfristigen Geschäftsbeziehung beabsichtigt, um dadurch einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu erreichen.


Event-PR

Inszeniertes Ereignis mit stark aufmerksamkeitserregenden Effekten und dem Ziel einer umfassenden Medienberichterstattung z. B. im Zuge einer Produkteinführung, Eröffnung oder eines Firmenjubiläums; Instrument der Unternehmenskommunikation zur Erhöhung des Bekanntheitsgrads


Image

Summe aller Vorstellungen, Bilder und Meinungen, die eine Person von anderen Personen, einem Produkt, einem Unternehmen oder einer Institution hat; Erscheinungsbild, >> Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens prägen dieses >> Image, das dabei hilft, sich von anderen abzugrenzen und sich zu profilieren.


Image-PR

Gesamtheit aller Public Relations-Maßnahmen (Öffentlichkeitsarbeit) zur Entwicklung, Profilierung oder Sicherung eines positiven Images; steht in einem übergreifenden Zusammenhang.


Imagetransfer

individueller Prozess der Übertragung des Images eines Objektes auf ein anderes Objekt; z.B. von einer Kultureinrichtung auf ein Unternehmen. Kultursponsoring ist ein häufig eingesetztes Instrument, um diesen Transfer umzusetzen.


Infomercial

Wortschöpfung aus den Begriffen Information und Commercial (Werbung); bezeichnet Werbespots und Anzeigen, die einen eindeutigen Informationscharakter haben; Grenze zwischen Information und Werbung ist fließend.


Integrierte Kommunikation

Abstimmung der Kommunikationsinstrumente und -mittel der externen und internen Kommunikation; zielt auf eine effiziente und unwidersprüchliche
Gesamtkommunikation eines Unternehmens.


Investor Relations

Bezeichnung für die Kommunikationsbeziehungen zwischen börsennotierten Unternehmen und ihren Aktionären bzw. Banken, Analysten, Wirtschaftsjournalisten oder Investoren.


Issue Management

siehe Themenmanagement


Ist-Soll-Analyse

Gegenüberstellung und Vergleich der aktuell vorherrschenden und der angestrebten Situation. Die Differenz zwischen Ist und Soll ergibt den Bedarf. Darauf aufbauend können Strategien entwickelt werden, um diesen Bedarf zu decken und die Zielsetzung zu erreichen.


Key-Visual

visuelles Schlüsselmotiv, das eine komplette Werbekampagne (Kampagne) begleitet und den Wiedererkennungswert erhöht z.B. Logo, Produktpackung oder produktunabhängiges Motiv.


Kommunikationskonzept

strategisch entwickeltes Planungspapier für die langfristige Lösung von Kommunikationsaufgaben; Es dient dem Unternehmen als Steuerungsinstrument des kommunikativen Handelns und ist in die Unternehmensstrategie integriert. Es beinhaltet: Analyse und Informationssammlung, Zielstellung und Positionierung, Zielgruppenidentifikation, Umsetzung und Kontrolle.


Kommunikationsmaßnahme

Umsetzung der strategisch erarbeiteten Kommunikationsplanung unter Anwendung sämtlicher Aktivitäten, die von einem kommunikationstreibenden Unternehmen bewusst zur Erreichung kommunikativer Zielsetzungen eingesetzt werden.


Kommunikationspolitik

neben Produkt-, Preis- und Distributionspolitik eines der vier Elemente des Marketing-Mix. Ihre Aufgabe ist es, die Richtung der Unternehmenskommunikation festzulegen, die durch interne und externe Kommunikationsmaßnahmen verfolgt wird. Zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik gehören u.a. Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Kommunikation, Verkaufsförderung und persönlicher Verkauf.


Kommunikationsziel

bezeichnet den Zustand, der erreicht werden soll, nachdem ein Kommunikationskonzept umgesetzt wurde. Dabei liegt meist eine zeitliche Differenzierung vor: kurz-, mittel- und langfristige Ziele. Die Formulierung der Ziele ist eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung einer Strategie. Die Überprüfung der Zielerreichung wird mittels der Evaluation erreicht.


Markenwert

engl.: Brand Value; bezeichnet den Wert einer Marke, wobei die einfache Formel gilt: je bekannter und beliebter eine >> Marke ist, desto höher ist ihr Wert.


Medienresonanzanalyse

Instrument zur Auswertung von PR-Arbeit (Öffentlichkeitsarbeit), das über das Sammeln von relevanten Medienerwähnungen (Clipping) hinausgeht; Medienberichte werden qualitativ ausgewertet. Dabei werden die an die Medien vermittelten Informationen mit den Medienbeiträgen verglichen. Aus der Interpretation der Berichterstattung lassen sich Rückschlüsse auf Effektivität der PR-Arbeit ziehen.


Mission Statement

formale, meist schriftlich festgehaltene Erklärung der Vision und Mission eines Unternehmens. Dies umfasst u.a. die Zusammenfassung der Unternehmenswerte, die Festlegung der Unternehmensziele und die Verpflichtung des Managements zur Orientierung an diesen Werten und Zielen.


Pressearbeit

Instrument der >> Öffentlichkeitsarbeit; umfasst die Bereitstellung von Informationen für die Presse, die gezielte Platzierung eigener Botschaften in der Presse sowie die Herstellung und Verbreitung von Medienerzeugnissen.


Pressemitteilung (PM)

beinhalten Informationen zu Aussagen, Ereignissen, Produkten und Veranstaltungen eines Unternehmens. Adressaten dieser im Nachrichtenstil verfassten Informationen sind Journalisten und Medienvertreter. Der Aufbau orientiert sich an W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? und die Wertigkeit der Informationen ist gegen Ende abfallend.


Pressespiegel

engl.: Clipping; Zusammenfassung von Artikeln aus Zeitschriften und Zeitungen, die ein bestimmtes Thema oder Unternehmen betreffen; auch als Pressespiegel bezeichnet.


Pressesprecher

Ansprechpartner eines Unternehmens oder einer Organisation für die Presse und andere Medien, darum auch als Mediensprecher bezeichnet.


Pretest

Test, der vor der endgültigen Markteinführung eines Produkts durchgeführt wird, um die Akzeptanz der Konsumenten zu testen.


Public Affairs

Unternehmensbeziehungen zur sozialen und politischen Umwelt; dies bezieht sich sowohl auf die interne als auch externe Kommunikation und verwendet
Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es soziale und gesellschaftliche Verhaltensweisen oder Zustände zu bestärken oder verändern.


Themen-Management

engl.: Issue-Management; strategisch geleiteter Prozess zur Steuerung der Meinungsbildung. Ziel ist es, Einfluss auf die öffentliche Diskussion zu nehmen, Krisen vorzubeugen und ein positives Image zu verbreiten. Dazu müssen relevante Themen identifiziert und diskutiert werden (siehe Medienresonanzanalyse).


Zielgruppe

Empfänger einer Kommunikationsbotschaft der Werbung, Öffentlichkeitsarbeit oder der Unternehmenskommunikation (Corporate Communication). Die Marktsegmentierung nach bestimmten Merkmalen führt zu einer Eingrenzung der Zielgruppe. Das Marketing wird entsprechend auf die Zielgruppen ausgerichtet (Zielgruppenanalyse).


Zielgruppenanalyse

Mittel zur Bestimmung und Interpretation einer Zielgruppe. Die Identifikation von Zielgruppen ist wichtig für gezielte Kommunikation, da diese dadurch direkt angesprochen und Information vermittelt werden können. Darum sollten Zielgruppen mittels einer Analyse möglichst scharf differenziertund beschrieben werden.